Brasilianische Feijoada mit Wildbratwurst – herzhafter Bohneneintopf mit Wild

Feijoada mit Wildbratwurst verbindet einen Klassiker der brasilianischen Küche mit kräftigem Wildgeschmack. Schwarze Bohnen werden langsam mit Lorbeer gekocht und anschließend mit gebratener Wildbratwurst, Wildschweinspeck und Zwiebeln verfeinert. Das Ergebnis ist ein wunderbar herzhafter Bohneneintopf, der besonders gut mit Reis, frischen Orangenscheiben und einem aromatischen Tomatensalat schmeckt.
Feijoada wird traditionell mit verschiedenen Fleisch- und Wurstsorten zubereitet. Für unsere Wild-Variante verwenden wir Wildbratwürste und Wildschweinspeck. Wer den Eintopf noch kräftiger und rustikaler mag, kann zusätzlich Wildschwein-Rippchen oder Wildknacker verwenden.
Was ist Feijoada?
Feijoada ist ein kräftiger Eintopf aus schwarzen Bohnen und Fleisch und zählt zu den bekanntesten Gerichten der brasilianischen Küche. Charakteristisch ist die lange, langsame Garzeit: Dadurch werden die Bohnen weich und cremig und nehmen die Aromen von Fleisch, Wurst und Gewürzen auf.
Unsere Variante interpretiert das Gericht mit heimischem Wild neu. Die würzige Wildbratwurst und der herzhafte Wildschweinspeck passen hervorragend zu den erdigen schwarzen Bohnen.
Zutaten für Feijoada mit Wildbratwurst
Für 6–8 Personen:
- 6 Wildbratwürste fein oder grob
- 1 kg schwarze Bohnen, getrocknet
- 6 Lorbeerblätter
- 4 Zwiebeln
- Wildschweinspeck
- Salz
- frisch gemahlener Pfeffer
Zum Servieren:
- Reis
- frische Orangenscheiben
- Tomaten
- Balsamico
Optional für eine kräftigere Wild-Feijoada:

Mit KI generiert
Feijoada zubereiten – so geht’s
1. Schwarze Bohnen einweichen
Die schwarzen Bohnen in eine große Schüssel geben, großzügig mit kaltem Wasser bedecken und über Nacht einweichen. Dabei ausreichend Wasser verwenden, da die Bohnen deutlich an Volumen zunehmen.
2. Bohnen langsam garen
Am nächsten Tag das Einweichwasser abgießen. Die Bohnen mit etwa 2,5 Litern frischem Wasser und den Lorbeerblättern in einen großen Topf geben.
Aufkochen und anschließend bei niedriger bis mittlerer Hitze etwa 3 Stunden sanft köcheln lassen, bis die Bohnen weich sind. Während des Garens bei Bedarf etwas Wasser nachgießen.
Das Salz kommt erst später hinzu.
3. Wildbratwurst hinzufügen
Etwa eine Stunde vor Ende der Garzeit die Wildbratwürste in rustikale Scheiben schneiden und zu den schwarzen Bohnen geben. Gemeinsam langsam weitergaren, damit sich die Aromen miteinander verbinden.
4. Wildschweinspeck und Zwiebeln anbraten
Die Zwiebeln schälen und würfeln. Den Wildschweinspeck ebenfalls in kleine Stücke schneiden.
Den Speck in einer Pfanne auslassen und die Zwiebeln darin goldbraun anbraten. Diese Mischung anschließend unter die Feijoada rühren.
Jetzt den Eintopf mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.
5. Feijoada servieren
Die fertige Feijoada mit Wildbratwurst heiß servieren. Dazu passen klassisch gekochter Reis und frische Orangenscheiben. Die leichte Süße und Säure der Orange bildet einen schönen Kontrast zum kräftigen Bohneneintopf.
Als zusätzliche frische Beilage eignen sich Tomaten mit etwas Balsamico.
Welche Wildprodukte passen zur Feijoada?
Das Rezept lässt sich sehr gut variieren. Wildbratwurst macht die Feijoada unkompliziert und besonders würzig. Wer einen kräftigeren Wildcharakter bevorzugt, ergänzt Wildschwein-Rippchen und lässt diese langsam zusammen mit den Bohnen schmoren.
Auch Wildknacker passen gut: In Scheiben geschnitten bringen sie eine würzige, leicht rauchige Note in den Eintopf.
Eine Kombination verschiedener Wildprodukte ist ebenfalls möglich und kommt der Idee einer üppigen Feijoada besonders entgegen.
Warum werden schwarze Bohnen vorher eingeweicht?
Das Einweichen verkürzt die Garzeit und sorgt dafür, dass die getrockneten Bohnen gleichmäßiger weich werden. Am einfachsten werden sie am Vorabend mit reichlich Wasser angesetzt und am nächsten Tag mit frischem Wasser gekocht.
Tipp: Die genaue Garzeit kann je nach Alter und Sorte der Bohnen variieren. Entscheidend ist deshalb nicht ausschließlich die Uhr: Die Bohnen sollten am Ende weich und cremig sein.
Was passt zu Feijoada?
Zu einer kräftigen Wild-Feijoada braucht es gar nicht viele Beilagen. Besonders gut passen weißer Reis, Orangenscheiben und ein frischer Tomatensalat.
Wer das brasilianische Thema weiter ausbauen möchte, kann zusätzlich Farofa – geröstetes Maniokmehl – servieren. Die trockene, leicht knusprige Beilage bildet einen spannenden Kontrast zum sämigen Bohneneintopf.
Feijoada mit Wild – brasilianischer Klassiker neu interpretiert
Schwarze Bohnen, würzige Wildbratwurst und herzhafter Wildschweinspeck machen diese Feijoada mit Wild zu einem kräftigen Schmorgericht für gesellige Runden. Die lange Garzeit verlangt etwas Geduld, die eigentliche Zubereitung bleibt jedoch unkompliziert.
Und das Beste: Wie viele Eintöpfe schmeckt auch Feijoada hervorragend, wenn sie etwas Zeit zum Durchziehen bekommt.