Wildbolognese
Eine gute Bolognese braucht vor allem eines: Zeit. Bei dieser Wildbolognese kommt dazu der besondere Geschmack von hochwertigem Wildfleisch. Zusammen mit Möhren, Sellerie, Zwiebeln, aromatischen Kräutern, Tomaten und einem kräftigen Wildfond entsteht eine wunderbar herzhafte Sauce, die perfekt zu Pasta passt.
Für unsere Wildbolognese verwenden wir am liebsten Wildschwein Hackfleisch. Alternativ lässt sich das Rezept aber auch mit Hirschkeule ohne Knochen oder Hirschgulasch zubereiten.
Was macht eine Wildbolognese besonders?
Im Vergleich zur klassischen Bolognese bringt Wildfleisch einen kräftigeren und aromatischeren Geschmack mit. Das Fleisch harmoniert besonders gut mit Wurzelgemüse, Tomaten und Kräutern. Ein Schuss Weißwein und kräftiger Wildfond geben der Sauce zusätzliche Tiefe.
Das Beste: Die Wildbolognese lässt sich wunderbar vorbereiten und schmeckt am nächsten Tag oft sogar noch aromatischer.
Zutaten (für 4 Personen)
- 1 kg Wildhack, alternativ Hirschkeule ohne Knochen oder Hirschgulasch
- 300 g Zwiebeln
- 40 g Knoblauch
- 300 g Möhren
- 300 g Staudensellerie
- 100 g Tomatenmark
- 300 g Tomaten Stücke
- 75 g Butter
- 200 ml Weißwein
- 500 ml Wildfond
- Olivenöl
- Salz
- Pfeffer
- Zucker
- Oregano frisch oder getrocknet
- Lorbeerblätter
Welches Wildfleisch eignet sich für Bolognese?
Am unkompliziertesten ist Hackfleisch vom Wildschwein. Wer lieber mit größeren Fleischstücken arbeitet, kann Hirschkeule oder Hirschgulasch verwenden. Das Fleisch wird dafür möglichst fein geschnitten oder durch den Fleischwolf gegeben.

Wildbolognese zubereiten – Schritt für Schritt
1. Gemüse vorbereiten und dünsten
Zwiebeln, Knoblauch, Möhren und Staudensellerie klein schneiden. Die Butter in einem großen Topf erhitzen und das Gemüse darin bei mittlerer Hitze langsam dünsten.
Mit etwas Salz würzen und eine kleine Prise Zucker dazugeben. Dadurch bekommt das Gemüse eine angenehme Süße und bildet eine aromatische Grundlage für die Wildbolognese.
2. Wildfleisch kräftig anbraten
Während das Gemüse dünstet, etwas Olivenöl in einer separaten Pfanne erhitzen. Das Wildhack portionsweise kräftig anbraten, damit das Fleisch schöne Röstaromen entwickelt.
Anschließend mit Salz und Pfeffer würzen.
3. Tomatenmark und Weißwein dazugeben
Das angebratene Wildfleisch mit dem Tomatenmark vermengen und dieses kurz mitrösten. So entwickelt das Tomatenmark ein besonders intensives Aroma.
Anschließend mit dem Weißwein ablöschen. Lorbeerblätter und Oregano hinzufügen.
4. Wildbolognese langsam köcheln lassen
Das gedünstete Gemüse und die Tomaten zum Fleisch geben und alles gut miteinander vermengen. Anschließend den Wildfond hinzufügen.
Die Sauce bei niedriger bis mittlerer Hitze etwa eine Stunde langsam köcheln lassen. Zwischendurch umrühren und bei Bedarf etwas Flüssigkeit ergänzen.
Zum Schluss mit Salz, Pfeffer, Oregano und gegebenenfalls einer kleinen Prise Zucker abschmecken.
Die richtige Pasta zur Wildbolognese
Eine kräftige Sauce wie diese Wildbolognese verträgt eine Pasta mit ordentlich Struktur. Besonders gut passen breite Bandnudeln, Tagliatelle oder Pappardelle. Die Pasta sollte die aromatische Sauce gut aufnehmen können.
Wer es besonders klassisch mag, serviert die Wildbolognese mit frisch geriebenem Parmesan und etwas frisch gemahlenem Pfeffer.
Tipps für eine besonders aromatische Wildbolognese
Zeit lassen: Auch wenn die Sauce bereits nach einer Stunde fertig ist, darf sie gerne länger bei niedriger Temperatur köcheln. Dadurch verbinden sich die Aromen noch besser.
Fleisch richtig anbraten: Das Wildfleisch sollte nicht zu viel Flüssigkeit auf einmal abgeben. Deshalb am besten portionsweise anbraten.
Wildfond verwenden: Ein kräftiger Wildfond unterstreicht den Geschmack des Fleisches und macht die Sauce besonders aromatisch.
Am nächsten Tag genießen: Wie viele Schmorgerichte entwickelt auch Wildbolognese nach dem Durchziehen noch mehr Geschmack. Sie eignet sich deshalb hervorragend zum Vorkochen.
Häufige Fragen zur Wildbolognese
Kann ich Wildbolognese mit Hirschfleisch zubereiten?
Ja. Besonders gut eignen sich Hirschhack, fein gewolfte Hirschkeule oder Hirschgulasch, das entsprechend klein geschnitten beziehungsweise gewolft wird.
Kann man Wildbolognese einfrieren?
Ja, die fertige Sauce lässt sich sehr gut portionsweise einfrieren. So kann man gleich eine größere Menge kochen und hat später schnell eine herzhafte Sauce für Pasta zur Hand.
Welche Beilagen passen zu Wildbolognese?
Neben Tagliatelle und Pappardelle passen auch andere kräftige Pasta-Sorten. Wer auf klassische Pasta verzichten möchte, kann die Wildbolognese beispielsweise mit Polenta oder Kartoffelbeilagen servieren.
Fazit
Diese Wildbolognese mit Wildfleisch ist eine wunderbar herzhafte Alternative zur klassischen Bolognese. Wildhack, aromatisches Gemüse, Tomaten, Weißwein und Wildfond ergeben eine kräftige Sauce mit viel Tiefe.
Ob für ein gemütliches Abendessen, einen besonderen Sonntagsbraten in Saucenform oder zum Vorkochen: Diese Bolognese mit Wildfleisch lässt sich unkompliziert zubereiten und schmeckt am besten, wenn sie ausreichend Zeit zum Köcheln bekommt.