Wild Rezepte

Grillhinweise

Wild Burger Patties, Wild Bratwurst auf dem Grill am See.

Wildfleisch vom Grill ist aromatisch, vielseitig und schneller zubereitet, als häufig angenommen. Besonders Hirsch, Reh und Wildschwein eignen sich hervorragend für den Grill – vorausgesetzt, Temperatur und Garzeit stimmen.

Da viele Wildstücke vergleichsweise mager sind, gilt beim Grillen von Wild vor allem eines: lieber kurz und kräftig angrillen und anschließend bei niedrigerer Temperatur nachziehen lassen. So entwickelt das Fleisch schöne Röstaromen, ohne unnötig trocken zu werden.

Von Hirsch-Rückenfilet und Rehschnitzel über Wildschwein-Koteletts bis zum Wildburger: Hier kommen die wichtigsten Tipps für einen gelungenen Grillabend mit Wild.

Hirsch-Rückenfilet grillen

Hirsch-Rückenfilet ist besonders zart und eignet sich hervorragend für die schnelle Zubereitung auf dem Grill.

Die Filets zunächst mit WildJaeger-Gewürzmischung und etwas Pflanzenöl einreiben. Anschließend für 1–2 Stunden im Kühlschrank marinieren. Für ein intensiveres Aroma kann das Fleisch auch über Nacht in der Marinade ziehen.

Vor dem Grillen das Fleisch rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen und den Grill gut vorheizen.

Die Hirsch-Rückenfilets auf dem heißen Grill von beiden Seiten jeweils etwa 1–2 Minuten kräftig angrillen. Anschließend an den weniger heißen Grillrand legen und bei moderater Temperatur nachziehen lassen.

Tipp: Salz kann erst nach dem Grillen hinzugegeben werden. So lässt sich die Würzung besonders gut kontrollieren.

Wie lange braucht Hirschfilet auf dem Grill?

Die genaue Grillzeit hängt von der Dicke des Filets, der Ausgangstemperatur des Fleisches und der Hitze des Grills ab. Deshalb ist eine Kerntemperaturmessung zuverlässiger als eine pauschale Minutenangabe.

Wer Wildfleisch rosa servieren möchte, sollte außerdem auf eine hygienisch sichere Verarbeitung und Herkunft achten.

Rehschnitzel grillen

Auch Reh Schnitzel lassen sich hervorragend grillen. Da die Fleischstücke relativ dünn sind, benötigen sie nur eine kurze Garzeit.

Die Schnitzel bei Bedarf vorsichtig etwas flacher klopfen. Anschließend mit Wildgewürz und Pflanzenöl marinieren.

Auf dem gut vorgeheizten Grill werden die Rehschnitzel von beiden Seiten kurz und kräftig angegrillt. Danach gegebenenfalls in einem weniger heißen Bereich des Grills fertig garen.

Gerade bei dünnen Rehschnitzeln gilt: Nicht unnötig lange grillen, da das magere Fleisch ansonsten schnell trocken werden kann.

Wildschwein-Koteletts grillen

Für Wildschwein Koteletts vom Grill zunächst WildJaeger-Gewürzmischung mit etwas Pflanzenöl vermengen und das Fleisch damit gründlich einreiben.

Die Koteletts mindestens 1–2 Stunden, idealerweise über Nacht, im Kühlschrank marinieren.

Anschließend auf dem heißen Grill von beiden Seiten kräftig anrösten und danach bei indirekter beziehungsweise geringerer Hitze fertig garen.

Wichtig bei Wildschwein

Bei Wildschwein sollte anders als bei einem Steak vom Rind besonderes Augenmerk auf die sichere Gartemperatur gelegt werden. Wildschweinfleisch sollte vollständig und sicher durchgegart werden. Ein Fleischthermometer erleichtert die Kontrolle erheblich.

So lassen sich kräftige Röstaromen mit einer kontrollierten und sicheren Zubereitung verbinden.

Wild-Leberkäse und Wild-Knacker vom Grill

Nicht nur klassische Fleischstücke eignen sich für einen Wild-Grillabend. Wild Leberkäse, Wild Knacker und würzige Wild Stifte sind unkomplizierte Alternativen und eignen sich auch hervorragend als kleine Appetithappen.

Wild-Leberkäse kann in dickere Scheiben geschnitten und kurz von beiden Seiten angegrillt werden. Besonders herzhaft wird er mit einem frisch gebratenen Spiegelei.

Wild-Knacker und Wild-Stifte benötigen ebenfalls nur kurze Zeit auf dem Grill. Sie eignen sich damit ideal als Snack, während größere Fleischstücke noch garen.

Wild Burger Patties richtig grillen

Vorgegarte Wildburger-Patties müssen auf dem Grill lediglich vollständig erhitzt und leicht angeröstet werden.

Kurz vor dem Servieren kann eine Scheibe Käse auf das warme Patty gelegt werden, sodass sie leicht anschmilzt.

Auch die aufgeschnittenen Burger-Brötchen kurz mit der Schnittfläche auf den Grill zu legen, lohnt sich: Sie entwickeln leichte Röstaromen und die Oberfläche nimmt später weniger Sauce auf.

Anschließend können die Wildburger ganz nach Geschmack belegt werden – beispielsweise mit Salat, Tomaten, Gewürzgurken, Käse, Röstzwiebeln oder verschiedenen Saucen.

Wildsteaks und Bratwurst mit Rosmarin auf dem Grillrost über glühender Holzkohle

Die wichtigsten Tipps zum Grillen von Wild

  • Wild nicht zu lange grillen: Besonders Reh und Hirsch sind mager und können bei zu langer Garzeit trocken werden.
  • Direkte und indirekte Hitze kombinieren: Erst kräftig angrillen, anschließend bei niedrigerer Temperatur kontrolliert fertig garen.
  • Fleischthermometer verwenden: Dicke und Form eines Fleischstücks beeinflussen die Garzeit erheblich. Die Kerntemperatur ist deshalb aussagekräftiger als eine starre Minutenangabe.
  • Marinade frühzeitig vorbereiten: Öl und Gewürze können mehrere Stunden in das Fleisch einziehen.
  • Wildschwein sicher durchgaren: Bei Wildschwein steht eine ausreichende Erhitzung im Vordergrund.
  • Fleisch nach dem Grillen kurz ruhen lassen: Vor dem Anschneiden einige Minuten warten.

Was passt zu Wildfleisch vom Grill?

Zu gegrilltem Wild passen sowohl klassische Grillbeilagen als auch etwas modernere Kombinationen. Besonders gut eignen sich Kartoffelsalat, Grillgemüse, Coleslaw, grüner Salat, Kräuterbutter und knuspriges Brot.

Fruchtige Komponenten wie Preiselbeeren, Johannisbeeren oder ein leicht säuerliches Chutney ergänzen das kräftige Aroma von Wild ebenfalls sehr gut.

Lassen Sie sich in unserer Kategorie Beilagen & Extras inspirieren.

Wild grillen – abwechslungsreiche Wildküche für den Sommer

Ob Hirschfilet, Rehschnitzel, Wildschwein-Kotelett, Wildburger oder Wildbratwurst: Wildfleisch bietet zahlreiche Möglichkeiten für den Grill.

Entscheidend sind vor allem die zum jeweiligen Fleischstück passende Temperatur und Garzeit. Mit kräftigen Röstaromen, einer guten Würzung und passenden Beilagen wird aus klassischen Wildprodukten ein unkomplizierter Grillabend.

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